Am 23. Februar dürfen wir in Turtmann bereits zum dritten Mal einen Krippenbaukurs für Jugendliche durchführen. Im Rahmen einer Projektwoche bauen fünf Jugendliche im Alter von 10 bis 12 Jahren eine heimatliche oder orientalische Krippe.
Unter der Anleitung ausgebildeter Krippenbaumeister aus dem Rheintal und aus Österreich arbeiten die Jugendlichen während fünf Tagen an ihren eigenen Krippen. Dabei können sie ihrer Fantasie und Kreativität freien Lauf lassen.
Fünf Tage voller Späne, Kreativität und unvergesslicher Momente – vom 24. bis zum 28. Februar 2025 – mitsch inär Fasnacht – fand in Turtmann der erste Krippenbaukurs für Kinder im Wallis unter der Leitung von Daniel Kühnis und Rösli Fischbacher statt. Unterstützt von Kurshelfer Roger Zen-Ruffinen wagten sich fünf junge Teilnehmer – Andrin, Ruben, Noah, Aaron und Lisida – an das traditionsreiche Handwerk des Krippenbaus. Auch Nicole und Jürgen, die Eltern von Noah und Aaron, waren mit vollem Einsatz dabei und halfen tatkräftig mit, wodurch sie schnell zu einem festen Bestandteil des Teams wurden.
Zu Beginn des Kurses stand eine kurze theoretische Einführung in die Kunst des Krippenbauhandwerks. Die Teilnehmer wählten eine Vorbildkrippe – entweder im orientalischen oder heimatlichen Stil – und legten sich auf eine passende Figurengrösse fest. Mit Skizzen auf der Grundplatte nahmen die ersten Ideen Gestalt an. Schon bald begann der eigentliche Rohbau, und von da an wurde es intensiv: Täglich wurde von 8 bis 17 Uhr gesägt, geleimt und detailverliebt gestaltet.
Die Tage waren arbeitsreich, spannend und abwechslungsreich. Die Pausen waren gefüllt mit Schmunzlern und Staunen. Nach jedem langen Arbeitstag gab es für die fleissigen Kinder (und natürlich auch für die Erwachsenen) eine wohlverdiente Schokolade, nachdem sie mit grosser Sorgfalt ihre Arbeitsplätze aufgeräumt hatten.
Die Begeisterung für das Handwerk blieb nicht unbemerkt: Immer wieder erhielten die jungen Krippenbauer Besuch von interessierten Gästen, darunter erfahrene Krippenbauer und sogar von Pfarrer Jean-Marie Perrig, die mit grossem Interesse die Fortschritte begutachteten.
Am letzten Tag standen die finalen Botanikarbeiten an: Moos, Zweige und kleine Details verliehen den Krippen den letzten Schliff. Als die Werke schliesslich fertig waren, konnte man den Stolz in den Augen der Kinder und der Erwachsenen sehen – jede Krippe war ein Unikat und spiegelte die Hingabe und den Fleiss der kleinen und grossen Baumeister wider.
Am Ende blicken alle Beteiligten auf eine begeisternde, erfolgreiche und unterhaltsame Woche in Turtmann zurück, voller schöner Erlebnisse, lustiger Zwischenfälle und echter handwerklicher Kunst. Ein Kurs, der nicht nur Krippen entstehen liess, sondern auch viele wunderbare Erinnerungen schuf.